Jahresrückblick 2020

 

Da auch ich durch die Ereignisse Anfang 2020 meine Pläne ändern und auf die gewohnten Fotoreisen verzichten musste, beschränkte ich mich auf das fotografieren vor der Haustür und auf einige Tagesausflüge. Auch wenn ich in den vergangenen 20 Jahren noch nie so wenige Fotos wie in 2020 gemacht habe, sind im Jahresverlauf doch ein paar Bilder entstanden, mit denen ich ganz zufrieden bin. Einen kleinen Überblick davon möchte ich auf diese Weise präsentieren.

Eine Tierart mit der ich mich vor allem im Frühjahr intensiver beschäftigt habe, war das Reh.

In der Umgebung meines Wohnortes kommen zwar an einigen Stellen Rehe vor, aber da sie hier doch recht stark bejagt und auch der Freizeitdruck relativ hoch ist, sind sie hier meistens sehr scheu.

So gelangen mir in den vergangenen Jahren zwar immer mal wieder Aufnahmen, aber so wie ich mir das vorstellte, klappte das nur selten mal. Im vergangenen Jahr hatte ich dann aber doch endlich die Möglichkeit an verschiedenen Stellen in NRW und Niedersachsen, Rehe in unterschiedlichen Situationen und Lichtstimmungen zu fotografieren. Eine besonders schöne Überraschung, war dabei die Begegnung mit einigen schwarzen Rehen.

Durch die vielen Stunden bei den Rehen sind jetzt allerdings noch viele weitere Wunschmotive entstanden und ich hoffe im Laufe der nächsten Jahre ein paar davon verwirklichen zu können. 

Im Frühjahr fand ich an den Gewässern einige Brutreviere von Haubentauchern. Drei Paare bauten ihre Nester auch an fotografisch günstigen Stellen, leider waren diese Nester aber nach kurzer Zeit verschwunden oder von Blässhühnern besetzt. Erst im Sommer entdeckte ich dann ein Haubentaucher-Paar, welches in Ufernähe an einem Weg brütete und sich auch durch nur ein paar Meter entfernt kampierende Angler nicht stören ließ. Als nach ein paar Tagen die Angler die Stelle verließen, nutzte ich die Gelegenheit und konnte noch einige Fotos vom Brutgeschehen machen. Auch ein paar andere Tierarten, die sich an den Gewässern aufhielten, bekam ich im Frühjahr vor die Kamera.

Eine Vogelart über die ich mich im Sommer sehr gefreut habe, war der Neuntöter. Endlich konnte ich diese faszinierende Art einmal über einen längeren Zeitraum beobachten und auch fotografieren.

In einem Brutrevier war das Männchen nicht sehr scheu und ich hatte dort anfangs die große Hoffnung ein paar schöne Aufnahmen machen zu können. Da sich dieses Revier in einem Naturschutzgebiet befand und sich die bevorzugten und fotogenen Ansitze des Neuntöters zu weit entfernt befanden, waren die Fotomöglichkeiten doch recht eingeschränkt. Zu meiner großen Freude entdeckte ich aber ein weiteres Neuntöter-Revier und so konnte ich dort mit etwas Ausdauer noch einige Fotos machen. Neben dem Neuntöter konnte ich auch seinen größeren Verwandten, den Raubwürger 2020 erstmals fotografieren.  

In der Umgebung meines Wohnorts gibt es ein paar Stellen an denen ich in den vergangenen Jahren regelmäßig verschiedene Schmetterling- und Libellenarten fotografieren konnte. 2020 war aber auch in dieser Hinsicht ein extremes Jahr und ich fand nur sehr wenige Schmetterlinge und Libellen.

Dagegen konnte ich nach langer Zeit wieder einmal Kartoffelkäfer entdecken.

Auch ein paar Landschaftsaufnahmen konnte ich machen, vor allem im Herbst fand ich ein paar Motive an denen ich mich fotografisch versuchte. Ende September fand ich einen Weißdorn der voll mit roten Früchten hing, allerdings hatten einzelne Zweige neben den Früchten auch wieder Blüten ausgebildet. So etwas hatte ich vorher noch nie gesehen.

Neben den Landschaftsmotiven bot sich mir im Herbst auch die ein oder andere Gelegenheit Tiere zu fotografieren. Besonders gefreut habe ich mich gegen Ende des Jahres über einen längeren Zeitraum immer mal wieder Bartmeisen beobachten zu können. Leider hielten sie sich die meiste Zeit an Stellen auf, die viel zu weit weg oder fotografisch uninteressant waren. Aber einmal glückten dann doch ein paar Aufnahmen, die sich zeigen lassen können. Nachdem ich den Sommer über kein Glück mehr mit den Rehen hatte, bot sich mir im Spätherbst noch einmal die Gelegenheit für weitere Fotos.